Sonntag, 1. Januar 2006

Jahreshauptversammlung 2006

1. Vorsitzender Christoph Bauer (li.) und RA Manfred Nikui: Zahl der Mitglieder auf 864 gestiegen!

"Wenn Mieter nicht rechtzeitig zahlen wollen ..."
Rechtliche Hinweise und viele praktische Tipps für das Vermieten von Wohn– und Gewerberäumen gab der Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, RA Manfred Nikui, bei der Jahreshauptversammlung des
Schwandorfer Haus– und Grundbesitzervereins Ende September im „Schützenheim“. 1. Vorsitzender, Christoph Bauer, freute sich insbesondere über den regulären Mitgliederzulauf: Der Verein zählt nunmehr 864 Mitglieder.

"Wegen der großen Nachfrage haben wir erneut unser Beratungsangebot erweitert“, sagte Bauer weiter. In Schwandorf und Burglengenfeld seien 900 Mitgliederberatungen geleistet worden, eine stolze Bilanz. Bei 425 Sprechstunden war ein beratender Rechtsanwalt dabei, informierte Christoph Bauer.

 

Vereinsbeitrag seit 1998 stabil
Schwerpunkt der Beratungen seien das rechtlich korrekte Abfassen von Mietverträgen, Kündigungen und auch Modernisierungen gewesen. Der Vorsitzende nannte es bedauerlich, dass viele Mieter die letzten Mietraten mit der von ihnen geleisteten Kaution „abwohnen“ würden. Dies sei nicht zulässig, und ganz wichtig: „Es fehlt eben dann die Sicherheit, wenn Mieter ausziehen ohne die Wohnung wie vereinbart renoviert zu haben“, warnte Bauer vor dieser leider schon fast zur Mode gewordenen Erscheinung. „Probleme haben wir auch mit den Mitgliedern, die nach einer Beratung den Verein sofort wieder verlassen. Wir werden in Zukunft darauf achten, dass die Zeit der Mindestmitgliedschaft von 2 Jahren auch eingehalten wird, so Bauer. Der Vorsitzende gab noch einmal bekannt, dass die meist gut besuchten Vereinsveranstaltungen nur noch in der Bayerischen Hausbesitzer-Zeitung angekündigt werden.

Die Zahl der Mitglieder hat sich in den vergangenen Jahren unter seinem Vorsitz kontinuierlich erhöht. In 2005 ist sie auf 864 gestiegen. Das ist der höchste Stand in der Vereinsgeschichte. „Wir sind stolz, dass wir den Vereinsbeitrag seit 1998 nicht mehr erhöhen mussten“, sagte Bauer. Künftig werde die Vergleichsmieten–Datenbank ausgebaut und die Internet–Angebote noch verbessert. Schatzmeister Rudolf Simon legte trotz wichtiger Anschaffungen und eines höheren Beitrages an den Landesverband einen positiven Kassenbericht vor. 


"Bei der Auswahl der Mieter kritisch sein"
RA Manfred Nikui riet den Vermietern, bei der Auswahl künftiger Mieter kritisch zu sein. „Sie sollten möglichst viele Informationen einholen und ein gesundes Misstrauen an den Tag legen“, so Nikui. „Es kann nachteilig sein, sich nur auf das Auftreten und die persönlichen Angaben von Mietinteressenten zu verlassen“, warnte der Verbandsjurist.

Haus & Grund Bayern biete seinen Mitgliedsvereinen für deren Mitglieder an, Auskünfte über die Bonität von Mietinteressenten, deren Zahlungsweise und auch ob z.B. eidesstattliche Versicherungen erklärt
sind, einzuholen. 

Mietverträge sollten in jedem Fall schriftlich abgefasst werden.
Unbedingt seien dabei die Formulare des Haus– und Grundbesitzervereins zu verwenden. Mehrere Mieter in der Wohnung sollten stets namentlich genannt und auch jeweils ihre Unterschrift leisten. „Alle haften dann als Gesamtschuldner, wenn plötzlich einer auszieht“, erklärte der Rechtsanwalt. Dringend riet der Chefjurist von Haus & Grund Bayern, immer eine Nettokaltmiete monatlich zu vereinbaren und daneben monatliche Vorauszahlungen auf die Heiz– und Warmwasserkosten – die im übrigen nach Verbrauch abgerechnet werden müssen – und einen monatlichen Vorauszahlungsbetrag auf die
übrigen Betriebskosten wie Grundsteuer, Entwässerung, Straßenreinigung, Hausmeisterkosten, Sach– und Haftpflichtversicherungen für das Gebäude und anderes mehr zu vereinbaren.